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Spätherbst! Der Sonne Scheidestrahlen tauschen
Lichtzwiesprach nur noch, daß die Nacht sie künde;
Hinwandelnd über längst gemähte Gründe,
Vermag ich ihr nur fröstelnd noch zu lauschen.

Dem Nordwind pfeift aus seines Eiskleids Bauschen
Das Drohlied von versäumten Lebens Sünde,
Und daß noch Drohnderes sich ihm verbünde,
Hör' dicht am Fuß ich schon der Sichel Rauschen.

Sei's drum! So mehr will ich noch einmal baden
Im Spätlicht eines Lebens, das allwegen
Ein Leben war von deiner Treue Gnaden:

Um seines reifsten Ernteschnittes Segen,
Eh ganz die Nacht einsinkt auf meinen Pfaden,
Hier dankend Dir in Seel' und Hand zu legen!
Text: Udo Brachvogel - Lizenz: Public Domain